Ghetto Theresienstadt

Theresienstadt wurde ursprünglich während der K&K Monarchie gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Kaiser Joseph II als eine Festungsanlage und Garnisonsstadt erbaut. Hier ein Blick auf den Verteidigungswall aus Richtung Litomerice (Leitmeritz) . . .  

Im März 1939 okkupierte das nationalsozialistische Deutsche Reich die Gebiete Böhmen und Mähren  und richtete hier im Juni 1940 zunächst ein Gefängnis der Gestapo ein. Im November 1941 wurde Theresienstadt zum Ghetto - "jüdischer Wohnbezirk" - erklärt.  Die Bezeichnung Ghetto sollte allerdings lediglich den Bewohnern einen längeren Aufenthalt suggerieren. Die eigentliche Stadtbevölkerung musste Theresienstadt nach einem Räumungsbefehl vom 16. Februar 1942 komplett verlassen - es entstand ein Sammellager für Juden aus dem gesamten Protektorat Böhmen und Mären.   

. . . während das ursprüngliche Theresienstadt ca. 7.000 Einwohner zählte, waren hier bis zum Ende des zweiten Weltkrieges ca. 141.000 Menschen inhaftiert. Nach außen hin stand Theresienstadt unter jüdischer Selbstverwaltung, dies bedeutete allerdings nur, dass die Gefangenen selbst für Unterkunft, Verpflegung, medizinische Versorgung oder die Betreuung von Kindern, Behinderten usw. zu sorgen hatten . . .  

. . . um so beeindruckender sind die Werke zahlreicher Künstler, die das Leben und Sterben dokumentiert haben . . .  

Heute ist das Ghetto wieder eine städtische Siedlung - dennoch beschleicht einem immer noch ein unbeschreiblich beklemmendes Gefühl, wenn man durch die Strassen geht . . . 

Für weitere Informationen besuchen Sie am Besten die Website des Museums . . .