Schloss Dambrau

Das Schloss ist ein Spätrenaissancebau und wurde 1615 von Graf von Tschentschau-Mettich (eine der damals reichsten Familien von Schlesien) erbaut und schon 2 Jahre danach vollendet. 

In den folgenden Jahrhunderten erfolgten mehrere Umbauten, insbesondere in den Jahren 1894 bis 1897 unter dem Fürsten Hans Heinrich XI. von Hochberg im Stil der Neorenaissance.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs war das Schloss unbewohnt. Während des Krieges wurde im Schloss eine Schule eingerichtet. In den Wirtschaftsgebäuden wurden Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beschäftigt und 1944 ein Lazarett eingerichtet. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel das Schloss Dambrau 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. 

Bis 1975 beherbergte das Schloss zahlreiche Einrichtungen, bis es dann in den Besitz der Pädagogischen Hochschule Oppeln, dem Vorgänger der heutigen Universität Oppeln ging. Durch fehlende finanzielle Mittel blieben Sanierungsmaßnahmen am Gebäude aus, so dass es sich mittlerweile in einem bedauernswerten Zustand befindet.